Therapieangebote für Kinder und Erwachsene
Behandlungsangebote für Erwachsene
Wir behandeln Sie bei Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens.
Die Ursachen dafür sind vielfältig:
- nach Schlaganfällen (Apoplex) oder Schädelhirntraumen (SHT)
- bei speziellen neurologischen Erkrankungen wie cerebelläre Ataxie, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose (MS), Steele-Richardson-Olszewski-Syndrom (PSP), MSA, ALS usw.
- bei Entwöhnung von der Beatmungskanüle (Trachealkanüle) sowie Schluck- und Stimmtherapie bei liegender Kanüle mit Sprechaufsatz (Trachealkanülenmangement)
- zur PEG-Entwöhnung (Entwöhnung von der Ernährungssonde)
- bei Wachkoma (basale Therapie)
- bei Facialisparesen (Lähmungen im Gesicht, z. B. nach Operationen) nach PNF
- nach chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle (z. B. nach Zungenteilresektion bei Mundhöhlenkrebs)
- bei Stimmbandlähmungen (nach Intubationsnarkosen oder Bestrahlungen)
- bei funktionellen Stimmstörungen (z. B. nach Überbelastung, in Vielsprecherberufen)
- bei Räusperzwang, Reizhusten und Globusgefühl
Spezialisierte Therapieverfahren
Flexible endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES)
FEES ist ein endoskopisches, bildgebendes Verfahren zur diagnostischen Beurteilung des Schluckvorgangs. Dabei wird ein flexibles Endoskop über die Nase in den Rachen eingeführt, um Strukturen und Bewegungsabläufe des Schluckens in Echtzeit zu beobachten und per Videoanalyse auszuwerten. Die Methode ermöglicht die Identifikation von Schluckstörungen, das Erkennen von Penetrationen oder Aspirationen sowie die Beurteilung von Sekretmanagement und kompensatorischen Techniken.
LSVT LOUD® bei Parkinsonkrankheit
Zusätzlich bieten wir eine speziell zertifizierte Therapie für Menschen mit der Parkinsonkrankheit an: LSVT LOUD®. Dieses evidenzbasierte Behandlungsverfahren zielt darauf ab, die Sprechlautstärke, Artikulation und Stimmqualität deutlich zu verbessern. Die Methode ist international anerkannt und wird ausschließlich von dafür zertifizierten Therapeutinnen und Therapeuten durchgeführt.
Wir sind Gründungsmitglied & Partner
Das Parkinsonnetz OstwestfalenLippe+ möchte die Versorgung und Betreuung von Parkinsonpatient*innen in Ostwestfalen-Lippe nachhaltig verbessern und so den Betroffenen und ihren Angehörigen eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Erforderliche Maßnahmen sollen netzwerkübergreifend erkannt und umgesetzt werden, um einen echten Unterschied für die Parkinsonversorgung in der Region zu machen.
Behandlungsangebote für Kinder
Wir behandeln Ihr Kind bei:
- Lautbildungsstörungen (z. B. Lispeln)
- auditiven Verarbeitungsstörungen (AVWS) und daraus resultierenden Rechtschreibproblemen
- Dysgrammatismus (fehlerhafter Satzbau in Sprache, Schrift und Wortschatzdefizite)
- Stimmstörung
- Mutismus
- Redeflussstörungen (Stottern, Poltern)
- Störungen der Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit
- zentralen und peripheren Hörstörungen, Versorgung mit Cochlear-Implantaten
- myofunktionellen Störungen (vorverlagertes Schluckmuster, Störung des Mundschlusses, fehlerhafte Zungenruhelage)
- Mehrfachbehinderungen, spezifischen Syndromen (z. B. Rett-, Prader-Willi-, usw.)
- Chromosomenanomalien (z. B. Trisomie 21)
- Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
Therapie beginnen
Benötige ich ein Formular vom Arzt, um eine Therapie in der Praxis zu bekommen?
Ja. Die entsprechende Heilmittelverordnung für die Therapie erhalten Sie bei Ihrem Haus-, Kinder- oder Facharzt, sofern dieser einen Behandlungsbedarf feststellt.
Patienten*innen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, müssen einen Eigenanteil i. H. v. 10 % der Behandlungskosten dazuzahlen. Hiervon können Sie sich in begründeten Fällen bei Ihrer Krankenkasse befreien lassen. Sprechen Sie uns darauf an, wir helfen Ihnen gerne weiter.